Bäume im Friedhof gefällt

Grossansicht in neuem Fenster: Friedhofsbäume_teaser_613x314"Vor Kurzem haben uns Bürger informiert, dass nach Stürmen einige der Äste von Bäumen am Friedhof abgebrochen sind“, erklärt Gerhard Zeitler, Bürgermeister der Gemeinde Train. In Absprache mit dem Landratsamt Kelheim und der Unteren Naturschutzbehörde hat die Gemeinde nun gehandelt. Die Bäume wurden gefällt. Eine Nachpflanzung ist geplant.

Bereits Anfang April war das Landratsamt nach Train gekommen und hatte die betroffenen Bäume -  zwei Eschen und einen Bergahorn – begutachtet. Das Ergebnis war ernüchternd: Die Eschen, die in den vergangenen Jahren zu einer stattlichen Höhe von rund 12 Matern herangewachsen waren, sind gleich zweifach geschädigt: Zum einen sind sie vom kleinen schwarzen Eschenbastkäfer befallen. Zum anderen weißen sie deutliche Anzeichen des Eschentriebsterbens auf. Um eine weitere Ausbreitung des Käfers zu verhindern sollen, so das Landratsamt in einer Stellungnahme,  die beiden Bäume noch vor dem   Schlüpfen des Käfers im Mai gefällt werden. Dies ist inzwischen geschehen.

Fraßschaden an Bäumen im FriedhofDer Käfer verbreitet sich in den vergangenen Jahren zusehend und profitiert dabei vor allem davon, das viele Eschen durch das Eschentriebsterben bereits geschwächt sind. Während er in Südeuropa vor allem den Ölbaum befällt tritt er in unseren Breiten hauptsächlich an Eschen, mitunter aber auch an Fliederbäumen und anderen Gehölzen auf. Charakteristisch für befallene Bäume sind die Larvengänge, die denen des Borkenkäfers ähneln.

Ein Problem ganz anderer, jedoch nicht weniger gravierender Art besteht hingegen beim nebenstehenden Bergahorn: Dieser soll aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Der Leittrieb, so heißt es von Landratsamt, sei abgestorben, der obere Bereich der ohnehin schwachen Krone stirbt ebenfalls bereits ab.

Vogelnester oder andere geschützte Tiere wurden bei einer Begutachtung der Baumgruppe übrigens nicht gefunden. „Entsprechend soll die Fällung noch in dieser Woche und dann auch bald eine Nachpflanzung stattfinden“, erklärte Zeitler.

 

 

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